Nasenatmungsbehinderung: Wenn das Atmen durch die Nase schwerfällt

Nicole Benz • 18. September 2026

Nasenatmungsbehinderung: Wenn das Atmen durch die Nase schwerfällt

Eine freie Nasenatmung ist für unser Wohlbefinden und unsere Schlafqualität besonders wichtig. Ist die Nase dauerhaft oder wiederholt verstopft, kann das Atmen durch die Nase deutlich erschwert sein. Eine solche Nasenatmungsbehinderung kann verschiedene Ursachen haben – von einer geschwollenen Nasenschleimhaut über Allergien bis hin zu einer verkrümmten Nasenscheidewand.

Je nach Ursache stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, um die Nasenatmung zu verbessern.



Warum kann die Nasenatmung behindert sein?

Wenn Sie schlecht durch die Nase atmen können, muss zunächst geklärt werden, wodurch die Behinderung verursacht wird. Häufige Gründe sind beispielsweise:

  • eine verkrümmte Nasenscheidewand
  • dauerhaft vergrösserte Nasenmuscheln
  • allergische oder chronische Entzündungen der Nasenschleimhaut
  • Nasenpolypen
  • häufige Schleimhautschwellungen bei Erkältungen
  • anatomische Veränderungen im Bereich der Nasenklappen

Nicht immer liegt nur eine einzige Ursache vor. Deshalb ist eine fachärztliche Untersuchung sinnvoll, insbesondere wenn die Beschwerden über längere Zeit bestehen.


Kortison-Nasenspray bei geschwollener Nasenschleimhaut

Ist die Nasenschleimhaut aufgrund einer Allergie oder einer chronischen Entzündung geschwollen, kann ein Kortison-Nasenspray eine wirksame Behandlungsmöglichkeit sein. Es wirkt direkt an der Nasenschleimhaut und kann die Entzündung sowie die Schwellung reduzieren.

Wichtig ist dabei die regelmässige und korrekte Anwendung. Ein Kortison-Nasenspray kann allerdings keine strukturelle Ursache wie eine stark verkrümmte Nasenscheidewand beheben.


Nasenscheidewand-OP bei einer ausgeprägten Verkrümmung

Eine häufige Ursache für eine dauerhafte Nasenatmungsbehinderung ist eine verkrümmte Nasenscheidewand. Ist die Behinderung ausgeprägt und führen konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht zu einer ausreichenden Verbesserung, kann eine operative Korrektur der Nasenscheidewand in Betracht gezogen werden.

Bei einer sogenannten Nasenscheidewand-OP (Septumplastik) wird die Nasenscheidewand begradigt, um den Luftstrom durch die Nase zu verbessern. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Anatomie, dem Ausmass der Beschwerden und den bisherigen Behandlungserfolgen ab.


Welche Möglichkeiten gibt es bei einer Nasenatmungsbehinderung?

Welche Behandlung geeignet ist, hängt immer von der individuellen Ursache ab. Je nach Befund können beispielsweise folgende Massnahmen eingesetzt werden:

Medikamentöse Behandlung:
Bei entzündlich oder allergisch bedingter Schleimhautschwellung können unter anderem Kortison-Nasensprays eingesetzt werden.

Nasenpflege:
Nasenspülungen oder geeignete pflegende Präparate können bei trockener oder gereizter Nasenschleimhaut unterstützend eingesetzt werden.

Nasen-Dilatatoren:
Bei bestimmten Formen der Nasenatmungsbehinderung können sogenannte
Nasen-Dilatatoren hilfreich sein. Dabei handelt es sich um kleine Hilfsmittel, die den Bereich des Naseneingangs beziehungsweise der Nasenklappen offenhalten und dadurch die Nasenatmung verbessern können. Sie sind insbesondere als einfache, nicht operative Möglichkeit interessant.

Operative Behandlung:
Bei anatomischen Ursachen, beispielsweise einer ausgeprägten Verkrümmung der Nasenscheidewand oder einer Verengung im Bereich der Nasenklappen, kann je nach Befund eine operative Behandlung sinnvoll sein.


Wenn Sie dauerhaft schlecht durch die Nase atmen

Eine dauerhaft eingeschränkte Nasenatmung sollte nicht einfach hingenommen werden. Insbesondere wenn Sie häufig durch den Mund atmen, nachts schlecht schlafen, schnarchen oder das Gefühl haben, nie richtig Luft durch die Nase zu bekommen, lohnt sich eine HNO-ärztliche Abklärung.

Bei der Untersuchung kann festgestellt werden, wo die Behinderung des Luftstroms entsteht und welche Behandlungsmöglichkeiten in Ihrem individuellen Fall sinnvoll sind. Nicht jede Nasenatmungsbehinderung erfordert eine Operation – häufig stehen auch konservative oder einfache unterstützende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin für eine HNO-ärztliche Untersuchung, wenn Sie über längere Zeit schlecht durch die Nase atmen können.

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